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cBN Schleifscheiben

Bei kohlenstoffaffinen Werkstoffen wird hauptsächlich kubisch kristallines Bornitrid eingesetzt. Es neigt im Gegensatz zu Diamant nicht zu Diffusionsverschleiß. Bornitrid findet infolgedessen sein Hauptanwendungsfeld beim Schleifen von Stählen mit großen Legierungsanteilen und Härten über 55 HRC wie Chromstahl oder beispielsweise Hochleistungsstahl (HSS).

 

Bornitrid wird in einer Hochdruck-Temperatur-Synthese hergestellt, wie auch synthetischer Diamant.

Die Verarbeitung zu cBN-Werkzeugen undcBN-Schleifscheiben ist der von Diamant nahezu identisch.

Bornitrid ist das zweithärteste bekannte Schleifmittel, das härteste ist Diamant. Gegenüber diesem bieten cBN Werkzeuge wirtschaftliche Vorteile in der Bearbeitung (beim Schleifen) von karbidbildenden Werkstoffen, Stahl insbesondere.

 

Es gibt hauptsächlich zwei Modifikationen von Bornitrid: Das graphitähnliche hexagonale Bornitrid (hBN) welches als Schmiermittel eingesetzt wird.

Das kubische Bornitrid (cBN), welches in der Zinkblende-Struktur vorliegt, die von der Diamantstruktur abgeleitet ist.

 

Beim Schleifen schwerzerspanbarer Stählen mit großen Legierungsanteilen und Härten von 50 HRC (z.B. Chrom- und HSS-Stähle) bietet es gegenüber konventionellen Schleifmitteln Vorteile.

Form-und Maßgenauigkeiten können aufgrund des wesentlich geringeren Verschleiß der cBN-Schleifscheiben leichter eingehalten werden. Eine geringere Beeinflussing des Randzonengefüges stellt sich besonders bei schwerbearbeitbaren Stählen ein, sodaß HSS-Werkzeuge, die mit cBN-Schleifwerkzeugen geschliffen wurden, häufig eine längere Standzeit auszuweisen ist, als mit konvetionell Schleifmitteln geschliffenen.

 

 

Konzentration

Die Konzentration einer cBN- Schleifscheibe gibt den Volumenanteil des Schleifmittels im Belag ist. Der Basiswert bei cBN-Scheiben und cBN-Stiften liegt bei V240, das bedeutet 24 Volumenprozent oder 4,18 Karat/cm³.

 

 

Korngrößen

Auch die Korngrößen für cBN sind von der FEPA im Bereich zwischen B46 und B1181 genormt. Unterhalb von B46 gibt es keine einheitliche Regelung, es sind jedoch kleinere Korngrößen verfügbar und auch gebräuchlich. Die häufigste Verwendung finden Korngrößen im Bereich von B46 bis B181.

 

Allgemein bedeutet eine keiner Körnungsgröße höhere Oberflächengüten. Beim Einsatz feinkörnigerer CBNWerkzeuge ergeben sich jedoch auch höhere Gesamtbearbeitungskräfte. Demzufolge kann es zu höheren Prozesstemperaturen und geringeren Standzeiten kommen. Zusätzlich lassen sich mit groben Körnungen höhere Zeitspanvolumen erzielen. Deshalb ist die Wahl der Korngröße von entscheidender Bedeutung.